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In den BNN vom 02.Mai 2012 die Besprechung des Benefizkonzertes BASTA BRASS goes BENEFIZ.
Einladung zum MUTHEA ( Bundesvereinigung deutscher Musik- und Theater-Fördergesellschaften e.V. ) Jahrestreffen 2012
TALK IM STUDIO , Professor Wolfgang Rihm im Gespräch mit Katrin Lorbeer am 24. Januar 2012.
28.01.12 ROMEO UND JULIA AUF DEM DORFE
Leipzig-Reise der GDF Karlsruhe vom 7. bis 10. Juni 2012

Einladung zum MUTHEA ( Bundesvereinigung deutscher Musik- und Theater-Fördergesellschaften e.V. ) Jahrestreffen 2012
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TALK IM STUDIO , Professor Wolfgang Rihm im Gespräch mit Katrin Lorbeer am 24. Januar 2012.
„Ich habe eine Heidenangst“ Einstimmung auf die Europäischen Kulturtage in Karlsruhe: Wolfgang Rihm zu Gast bei den Theaterfreunden
„Sie sehen, ich komme von draußen.“ Wolfgang Rihm, der die Pause zwischen Begrüßungsapplaus und Mantel-Ablegen mit diesen Worten überbrückt, hat immer
ein Zwinkern für seine Gesprächspartner dabei. Auch wenn ihm öffentliche Auftritte wie diese im Grunde genommen gegen den Strich gehen, wie er später erklärt, weil sie doch seinen kreativen Strom unterbrechen. Er ist aber schon längst ein Mann der Öffentlichkeit geworden – ob er es mag oder nicht. Rihm lebt und arbeitet seit seiner Geburt am 13. März 1952 bei aller globalen Umtriebigkeit seiner Musik in Karlsruhe. Als Komponist hat er sich aber schneller auf der gesamten Erdkugel einen Namen gemacht als in seiner
Heimatstadt. Das soll nun mit-Hilfe der 21. Europäischen Kulturtage gründlich geändert werden. So gründlich, dass Rihm „eine Heidenangst“ hat, wie er im Gespräch auf dem Sofa im Studio des Badischen Staatstheaters Karlsruhe bekennt. Drei Wochen widmet die Stadt ihrem großen Komponisten zum 60. Geburtstag mit dem
Festival und fast 100 Veranstaltungen rings um sein Schaffen (die BNN berichten fortlaufend). Das heißt aber noch lange nicht, dass Wolfgang Rihm dann drei Wochen lang zu beäugen ist für jene, die mal einen berühmten Komponisten wie ihn erleben wollen. Der Mann muss arbeiten. Und dass er nun zur Einstimmung der Kulturtage der Einladung der Theaterfreunde folgt, ehrt das Publikum.
Alle 150 Plätze sind besetzt auf der Tribüne
im Studio unterm Dach des Staatstheaters,
dem neuen Ort für den „Talk“ der Theaterfreunde.
300 Augen Musikinteressierter beäugen
Rihm, der sich als „leidenschaftlicher Privatmann“
beschreibt, beim Platznehmen auf
dem Sofa. Dort empfängt ihn Katrin Lorbeer,
neu im Vorstand der Theaterfreunde und ehemals
Musikdramaturgin am Haus. Mit dem
Sofa haben sie beide ein kleines Problem. Sie
dachte, es ist rot. Er dachte, es ist bequem.
Lorbeer setzt sich mit Worten der Entschuldigung
für das Rot von Ohrschmuck und Oberteil
aufs weiche Rosa. Rihm sinkt in selbiges
viel zu tief ein, kommentiert die ergonomischen
Mängel des Möbels und erklärt Lorbeer:
„Wenn ich Ihnen immer näher rücke, entschuldigen
Sie. Das hat orthopädische Gründe.“
Ein launiges Gespräch ist im Gang, das die
Biografie des Komponisten streift, seine Arbeitshaltung
erkennbar macht, seine Lehrtätigkeit
thematisiert und das ganz nebenbei viel
vom „leidenschaftlichen Privatmann“ verrät.
Wolfgang Rihm lächelt warmherzig mit diabolischer
Note, wenn er sich nach jeder Frage in
einen selbstironischen, markanten und oft
auch köstlich überspitzten Spruch hineinphilosophiert.
„Künstler sind ja die einzigen, die
nicht faul sind“ erntet die meisten Lacher.
Rihm ist ein Karlsruher, der trotz weltweiter
Bekanntheit in seiner Heimatstadt geblieben
ist. „Für mich ist es gut so.“ Aufgewachsen in
einem Mietshaus in der Liebigstraße, war die
Mittagsruhe von ersten Kompositionsversuchen
mit elf Jahren und der Mahnung der Eltern
„spiel nicht so laut“ geprägt. Er wollte
halt „immer alles selber machen“, ist seine Erklärung
für die Berufswahl – ein
Entschluss, der sich allein angesichts
der der Tatsache, dass seine
Oper „Lenz“ über 150-mal inszeniert
wurde, ausgezahlt hat.
Die Stadt und ihre Menschen
haben ihn geprägt: Die Jahre am
Bismarck-Gymnasium; Altgriechisch
bei Günter Dietz, für den es
sich gelohnt hat, zweimal sitzengeblieben
zu sein, „so habe ich diesen
Unterricht noch länger genießen
können“; das Kompositionsstudium
schon zu Schulzeiten bei
Eugen Werner Velte. Mit 17 Jahren,
„wo man dem Schlager zufolge
noch Träume hat“, schrieb
Rihm seine erste Sinfonie. „Das ist
mit Blut geschrieben“, hat der
englische Komponist Humphrey
Searle zu ihm gesagt. „Recht hat
er, hab’ ich gedacht“, erinnert sich
Rihm an diesen Ritterschlag.
Nach fünf Jahrzehnten Berufserfahrung
weiß Rihm nur zu gut,
dass diese Arbeit seine ganze Person
in Anspruch nimmt. „Künstler“,
sagt er, „muss man nicht zur
Arbeit anhalten. Sie sind immer
damit beschäftigt, ein Destillat
hervorzubringen.“ Ob er die Kulturtage
als eine späte Wiedergutmachung
dafür sieht, dass Karlsruhe
ihn als Komponisten erst relativ
spät entdeckt hat, will Lorbeer
wissen. Er sieht das anders.
„Man muss ja zuerst gehört werden. Und zwischen
gehört und geehrt werden muss Zeit vergehen
dürfen.“
Zum Abschied macht Rihm den Theaterfreunden
ein Kompliment, bedankt sich mit
den Worten: „Ich kann gelangweiltes Husten
von Zuneigungshusten unterscheiden“, und
geht lächelnd. Isabel Steppeler
Infos
„Musik baut Europa. Wolfgang Rihm“ – 21.
Europäische Kulturtage vom 16. März bis 6.
April. www.europäische-kulturtage.de
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ZUGEWANDT UND GENÜSSLICH GESPRÄCHIG zeigt sich Wolfgang Rihm beim „Talk im Studio“ mit Katrin Lorbeer. Zwei Stunden
widmete der Komponist den Theaterfreunden und plauderte über sich, seine Arbeit und seine Musik. |
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28.01.12 ROMEO UND JULIA AUF DEM DORFE
Oper von Frederick Delius im Großen Haus um 19:30 Einführung um 19:00 Uhr.
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