Mitgliederrundschreiben II/2020
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Mitgliederrundschreiben I/2020
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Mitgliederrundschreiben IV/2019
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Mitgliederrundschreiben III/2019
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Mitgliederrundschreiben II/2019
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Mitgliederrundschreiben I/2019
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Kürzlich erlebt und Aktuelles:

Talk im Studio mit Otto Thoß, Leiter Junges Staatstheater, und Stefanie Heiner, Leiterin Volkstheater am 19. Februar 2020

Wer nicht da war, hat etwas verpasst: Viola Müller und Nico Herzig entführten mit einem Ausschnitt aus dem Klassenzimmerstück „Nina und Paul“ zurück in Schulerinnerungen und verlebendigten schräge Lehrer, skurrile Zeugnisausgaben und die erste Verliebtheit unter Grundschülern. Im Anschluss daran legten Otto Thoß und Stephanie Heiner ein überzeugendes Bekenntnis ab für die Notwendigkeit der beiden neuen Theatersparten: Junges Staatstheater und Volkstheater stehen für die zunehmende Öffnung des Staatstheaters in die Gesellschaft, ermöglichen Partizipation und liefern einen wesentlichen Betrag nicht zur kulturellen, sondern auch zur politischen Bildung. Hier begegnet und verständigt sich das Theaterpublikum von morgen.

Talk im Studio mit Bridget Breiner und Florian König am 11. Dezember 2019

Gefeierte Primaballerina, preisgekrönte Choreografin und nun Ballettchefin in Karlsruhe - die Neugierde auf Bridget Breiner war bei den Theaterfreunden groß und dementsprechend voll der Zuschauerraum. Zusammen mit ihrem Referenten berichtete die aus Gelsenkirchen kommende neue Ballettdirektorin von ihrer täglichen Arbeit. Wie sah der berufliche Werdegang aus? Wie funktioniert ein Casting im Ballett? Und welche Probleme hilft derweil Florian König aus dem Weg zu räumen? Dieses international zusammengesetzte Ensemble zu managen und die besten Rahmenbedingungen für die alltäglichen körperlichen Höchstleistungen zu schaffen, ist im Ballett eine besondere Herausforderung – die Theaterfreunde unterstützen dies mit der Finanzierung der Physiotherapie nach Kräften.  

Ein lesenswertes Interview mit Bridget Breiner finden Sie übrigens im Theatermagazin Nr. 28, welches sie hier online abrufen können.

47. Mitgliederversammlung der Gesellschaft der Freunde des Badischen Staatstheaters e.V.

Am 4. November 2019 fand im Mittleren Foyer des Theaters die Jahreshauptversammlung der Gesellschaft statt. Der Besuch der Mitglieder war so groß, dass zusätzliche Stühle herbei geschafft werden mussten. Der Vorsitzende begrüßte die anwesenden Theaterfreundinnen und- freunde, sowie die Generalintendanz und zahlreich anwesende Mitglieder des Staatstheaters und Gäste. Im Bericht des Vorstandes gab er einen Rückblick auf die Ereignisse des vergangenen Jahres. Hervorgehoben wurde der Abschied von Birgit Keil, Vladimir Klos und Teilen der Compagnie bei Kaffee und Kuchen im Mittleren Foyer am 1.6.2019 durch die Theaterfreunde.

Danach berichtete Generalintendant Peter Spuhler über Neuigkeiten aus dem Haus und über den Kongress der OPERA EUROPA, der kürzlich in Karlsruhe stattfand. Gründungsmitglied von OPERA EUROPA unser Ehrenmitglied Achim Thorwald gab uns interessante Einblicke in die Gründungsphase dieser europäischen Organisation.

Nach dem Bericht unseres Schatzmeisters Volker Kramer erfolgte die Bestätigung einer einwandfreien Kassenführung durch die Kassenprüferin Dagmar Moisei-Haas ( Herr Ott war entschuldigt ). Auf Vorschlag des Ehrenmitgliedes Wolfgang Sieber erfolgte durch die Versammlung die einstimmige Entlastung des Vorstandes, der sich natürlich der Stimme enthielt.

Nach Abschluss des offiziellen Teils bot uns das Theater ein umfangreiches Programm mit Beiträgen des Jungen Staatstheaters, dem Volkstheater, der Oper mit Mitgliedern des Opernstudios, der Staatskapelle, dem Ballett mit Szenen aus der Premiere vom Abend zuvor ( Video ) und dem Schauspiel vertreten durch Gunnar Schmidt als Udo Jürgens. Herzlicher Applaus.

Die folgende Bildgalerie soll einen kleinen Eindruck von diesem schönen Abend vermitteln.

B.Krüger

 

TALK IM STUDIO - Gespräche mit Theaterschaffenden am 18. Juli 2019

Am 18.Juli 2019 war in der Reihe TALK IM STUDIO - Gespräche mit Theaterschaffenden – das Schauspielerpaar Lisa Schlegel und Gunnar Schmitt zu Gast auf dem ROTEN SOFA. Moderiert wurde der Abend von Bernd Krüger.

Die Schauspieler sind seit vielen Jahren am Karlsruher Theater  tätig und haben sich in dieser Zeit in vielen Produktionen und unterschiedlichsten Rollen in die Herzen des Publikums gespielt.

So war das große Interesse vieler Theaterfreundinnen und Theaterfreunde sowie Gäste die Künstler näher kennenzulernen nicht verwunderlich. Wir bekamen einen bebilderten Einblick in Werdegang, Rollen und Lieblingsrollen, Arbeit mit Regisseuren-innen , Entwicklungen im Schauspiel über die letzten Jahrzehnte, Techniken beim Rollenlernen und viele anderen Dinge rund um die Schauspielerei.

So verging die Zeit kurzweilig bei bester Stimmung und abschließenden ergänzenden Frage des Publikums.

Mein Dank gilt dem interessierten Publikum, den beiden Protagonisten, der Technik und Frau Fritsch vom künstlerischen Betriebsbüro.

B.Krüger

Konzert-  und Theaterreise der Theaterfreunde des Staatstheaters Karlsruhe nach Hamburg 26.4. bis 29.4.2019

Am Morgen des 26.April 2019 fuhren 30 Theaterfreundinnen und Theaterfreunde erwartungsvoll mit dem ICE der Deutschen Bahn nach Hamburg.

Den freien Nachmittag nutzten viele zu einer ersten Erkundung der Hansestadt. Am nächsten Morgen stand die große vierstündige Stadtrundfahrt auf dem Programm. Bei Sonnenschein und blauem Himmel lernten wir Hamburg durch sehr fachkundige Führung kennen. Fahrt zur Elbphilharmonie am späteren Nachmittag. Ausreichend Zeit zur Besichtigung des imposanten Baues mit Rundblick über Hamburg von der sogenannten Plaza.

Ab 20:00 Uhr lauschten wir gespannt und begeistert dem Konzert der Hamburger Philharmoniker unter Kent Nagano ( Programm s.Foto ). Dank bester Plätze gelangten wir auch in den vollen Genuss  der  besonderen Akustik.

Höhepunkt des dritten Tages war die Aufführung des PARSIVAL in der Hamburgischen Staatsoper. Auch hier stand Kent Nagano am Pult und leitete souverän eine musikalisch überzeugende, szenisch gewöhnungsbedürftige Inszenierung.

Den Tagesausklang begingen wir mit lebhaften Diskussionen und kühlen Getränken in der Hotelbar.

Am Mittag des 29.4. stiegen wir wieder mit vielen neuen Eindrücken in den Zug nach Karlsruhe.

B. Krüger

Vom Zauber der Maske, Talk im Studio vom 23. Januar 2019

Sie war der Star des Abends: die über 3 kg schwere Perücke aus der neuen Schauspielproduktion „Am Königsweg“. Anschaulich schilderte Caroline Steinhage, die neue Chefmaskenbildnerin am Badischen Staatstheater, von den enormen Herausforderungen bei der Herstellung des spektakulären Ungetüms. Dabei wurde das meterhohe Stück originalgetreu nach Vorlagen aus dem 18. Jahrhundert gefertigt. Das Bewahren alter Techniken ist das eine – so arbeitet man auch 2019 wie einst noch mit Lockenstäben und Brennscheren und knüpft in aufwendiger Handarbeit Echthaar-Perücken, Haarteile und Bärte. Die immer neuen künstlerischen Herausforderungen der Regisseure und Ausstatter machen im Kontrast dazu den Reiz des Maskenbildner-Daseins aus. Eindrucksvoll belegten mitgebrachte Werkstattfotos und Beispiele von Prüfungsarbeiten die unbändige Phantasie und auch das plastische Geschick, das dem Berufsstand abverlangt wird. Da verwandelt sich ein Kopf komplett in einen Wirsing oder gar ein griechisches Theater und ein braver Darsteller mutiert zu einem tätowierten, vernarbten Barbarenhäuptling. Diese Metamorphosen werden, so Carolin Steinhage, auch rein logistisch akribisch vorbereitet - schließlich haben die Bühnenkünstler vor der Vorstellung nicht unbegrenzt Zeit für die Verwandlung. Und egal, wie viele künstliche Gesichtsteile und plastischen Aufbauten angeklebt werden: Am Ende müssen die Darsteller sprechen, singen, ja, auch gut atmen können. Am Vorstellungsabend selbst klappt dann alles wie am Schnürchen. So kann es bei einer großen Opernproduktion durchaus für bis zu 150 Solisten, Chordamen und -herren, Extrachoristen und Statisten vor ihrem Auftritt heißen: „Ab in die Maske!“.  Das beeindruckte Publikum bedankte sich mit herzlichem Applaus und nutze im Anschluss an die lebendige Veranstaltung die Gelegenheit, viele Fragen zu stellen und die mitgebrachten kunstvollen Werkstücke nicht nur in Augenschein, sondern auch einmal in die Hand zu nehmen.

Fotos: Johannes Willig